Der Maler löst sich von jüdisch wie christlich dogmatisch fixierten Christus-Bildern und entdeckt im Gekreuzigten ein Symbol für das Wesentliche im Menschen.
Der Gekreuzigte bleibt nicht in einer historischen Distanz, sondern wird gerade in den leidvollen Existenzbedingungen der Menschen gesehen.
Der Gekreuzigte als Sinnbild menschlicher Existenz steht zugleich für die Hoffnung, dass die in Jesu verkörperte Idee, nämlich die Liebe, allem Anschein zum Trotz zuletzt stärker ist als alle Gewalt und bei allem Scheitern nicht widerlegt ist, sondern als bis heute unerfülltes Versprechen auf geschichtliche Einlösung drängt.
Dr. Sabine Tischbein - Präsentation mit dialogischer Bildbetrachtung