04. Januar 2026
Eingelebtes Ich mit mutigen Vorsätzen
wie die Möwe an der vertrauten Nordsee,
die den Gegenwind nutzt als Moment
des schwerelosen Aufbruchs.
In unseren Gläsern prickelt der Sekt
und zurück blicke ich auf das,
was geschafft ist – gleichzeitig
schafft das Morgen mich.
Wenn es neblig ist, fahre ich ohne Licht;
berühre mit den Fingerspitzen die eiskalte
salzige Gischt des stürmischen Meers,
das alles mitnimmt, versprüht, verliert.
In dieser Zeit graben sich meine Gedanken
wie Krallen in die Magengrube und ich
besänftige sie mit einem tiefen Atemzug,
der mich in zarten Frieden hüllt.
Franziska Tischbein